erstellt 18.01.2011
Filter
In der Kommunikations Technik ist es oft so das eine Signal aus unterschiedlichen Frequenzen besteht.
Um einzelne Frequenzanteile zu separieren benutzt man Filter .

Man unterteilt passive und aktive Filter , passive Filter bestehen wie der Name schon sagt nur aus Bauteile deren Funktion nicht elektrisch geändert werden können , dazu zählen Widerstände, Spulen und Kondensatoren.
Während aktive Filter aus allerlei Halbleiter bestehen können, oft aus Operationsverstärker , Transistorschaltungen usw.
Welche Filter wann und wozu benutzt werden ist von vielen Faktoren abhängig , vordergründig ist aber natürlich der Preis maßgebend.
Der beste Filter würde also die Addition mehrere Frequenzen bei exakt einer festen Frequenz wieder von einander trennen.
Das wäre aber nur ein Ideal welches in der Theorie besteht , die Praxis zeigt sich aber das die Übergänge nicht apruppt sondern immer fließend sind.

RC Filter
Die einfachste Form eines Filters besteht aus einer RC Kombination , also ein Filter aus Widerstand und Kondensator.
Mit dieser Bauteil Kombination ist man grundsätzlich in der Lage mindestens zwei Arten von Filter her zu stellen.
Einen sogenannten Tief-Pass-Filter oder einen Hoch-Pass-Filter.
Ein Tiefpass zeichnet sich dadurch aus, das niedrige Eingangs Frequenzen am Ausgang kaum beeinflusst werden während bei zunehmender Frequenz die Ausgangsspannung immer weiter abnimmt.
Ursache dafür ist der Blindwiderstand des Kondensator, der verändert sich je nach Frequenz  während der Festwiderstand seinen Wert bei behält.
Bei steigendem Eingangsfrequenz wird der Blindwiderstand des Kondensators immer kleiner und dadurch folgend auch die Spannung über den Kondensator kleiner wird.

RC Tief-Pass
Beispiel:
Ein Widerstand von 1000 Ohm und ein Kondensator  von 0,1 uF
Mit diesen Angaben kann man nach folgender Formel  die sogenannten Grenzfrequenz berechnen


Die berechnete Grenzfrequenz liegt damit bei 1,59 KHz
Im folgenden Diagramm ist der Frequenzgang zu betrachten
Die Ausgangsspannung liegt ab 1 Hz in etwa gleich wie die Eingangsspannung während ab ca. 100  bis 30O Hz die Ausgangsspannung sinkt.
Weil man den Punkt ab dem die Ausgangsspannung sinkt nicht immer so eindeutig erkennen kann weil sich die Kurve manchmal auch als eine längere geraden zeigt und es dann schlecht ab zu lesen ist hat man einen anderen festen Punkt innerhalb dieser Kurve als   Bezugspunkt ausgewählt.
Diese Bezugspunkt befindet sich immer da wo das Ausgangs Signal auf einen Wert von 70,7% der Eingangsspannung abgesunken ist.
Dieser Bezugspunkt wurde mit der Bezeichnung "Grenzfrequenz" festgelegt.
Dieser Grenzwert ist gleichzeitig auch genau die Schwelle von -3dB.

Zu sehen die Höhe des Ausgangssignal bzw. die Dämpfung des Signal welches ab ca 200 Hz immer mehr gedämpft wird respektive das Ausgangssignal immer geringer wird.
Bei ca. 70% der Eingangsspannung oder -3dB ist nun die die Grenzfrequenz von ca. 1 bis 2 KHz  ab zu lesen.
Der Wert unterscheidet sich etwas vom zuvor berechneten Wert weil natürlich der reale Ohmsche Widerstand der Kapazität nicht mit
eingerechnet wurde.

RC Hoch-Pass
Beim Hoch Pass sind nur die beiden Bauteile in ihren Positionen vertauscht und ändert dadurch ihr Verhalten.
Wie der Name schon andeutet lässt ein Hoch Pass die hohen Frequenzen ohne nennenswerte Dämpfung passieren.
Bei geringer werdender Frequenz werden diese deutlich gedämpft.
Die Berechnung ist mit der gleichen Formel vor zu nehmen wie beim Tief-Pass




Natürlich ist der Frequenzgang immer auch von der Belastung abhängig, denn je nach Belastung ändern sich auch die Widerstands Verhältnisse und damit auch die Ausgangs Spannungen.
RL Hoch-Pass
Natürlich kann man solche Filter auch mit Induktivitäten herstellen.
In der Berechnung der Formel wird nur der Kapazitätswert gegen den Induktivitätswert  ausgetauscht.



Bei einen Widerstand von 100 Ohm und einer Induktivität von 370mH kommt die hier Dargestellte Kurve zum tragen.
Anhand des Diagramm kann man feststellen das es sich um einen Hief Pass handelt.

LR Tief-Pass
Hochpass mit R= 100 und L= 370mH


Die Grenzfrequenz liegt bei etwas 40-50Hz

CL  Filter
Dann gibt es noch Filter die mit Kondensatoren und Induktiväten arbeiten, also beide Bauteile ändern Frequenz bedingt ihren Blindwiderstand.
Aber die Widerstände verhalten sich konträhr zu einander deshalb ändert sich auch die Formel zur Berechnung dazu.
Bei den Werten von C= 1 uF und L= 100mH wird das Signal bei allen Frequenzen außer der Resonanzfrequenz stark abgeschwächt .
Filterwirkung  liegt bei ca 500 Hz.

LC Filter

Ergibt  folgendes Signal am Ausgang